18. Mai 2012

Alle Opelstandorte müssen erhalten bleiben

Zur Ankündigung von General Motors, das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim 2015 schließen zu wollen, erklärt das Mitglied des Vorstandes der Partei DIE LINKE, Michael Schlecht:

"Das unwürdige Spiel, Belegschaften gegeneinander auszuspielen, darf von den Beschäftigten nicht akzeptiert werden. DIE LINKE ist solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen von Opel." DIE LINKE steht dafür, alle Werke, damit natürlich auch Bochum und Rüsselsheim, zu erhalten. General Motors muss endlich die unsinnige Praxis beenden, wonach Opel nur in Europa verkaufen darf. Es kann nicht sein, dass Opel von den Wachstumsmärkten per Konzernanweisung ausgeschlossen wird und dadurch die Auslastung der Opelwerke allein hierdurch schon konterkariert wird.

Metall-Tarifrunde: Fünfte Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg

19.05.2012 -

Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, hat das Tarifergebnis für die 800.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg als besonderes Ergebnis bezeichnet. "Wir haben einen Forderungsdreiklang aufgestellt, um die Herausforderungen einer modernen Arbeitswelt bewältigen zu können", sagte Huber am 19. Mai in Sindelfingen. In allen drei Punkten sei die IG Metall vorangekommen. Huber bedankte sich ausdrücklich bei den Teilnehmern der Warnstreiks und Aktionen: "Das heutige Ergebnis war möglich, weil die Mitglieder der IG Metall ein machtvolles Zeichen gesetzt haben." Bundesweit hatten sich mehr als 800.000 Teilnehmer beteiligt. Das Engagement und der bemerkenswerte Einsatz der Mitglieder hätten sich gelohnt.

16. Mai 2012 -

Nach 20 Stunden haben IG Metall und Metall-Arbeitgeber die Verhandlungen unterbrochen. "Wir haben Fortschritte erzielt, aber noch keine ausreichenden", erklärte IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann in Sindelfingen. Seit gestern versuchen die Tarifparteien, sich über die Forderungspunkte Mitbestimmung Leiharbeit und unbefristete Übernahme der Ausgebildeten zu einigen. Die Entgeltfrage blieb weiter außen vor. "Qualitativ wird geklärt, vorher gibt es kein Fortkommen anderswo", sagte IG Metall-Vorsitzender Berthold Huber. Am 18. Mai soll weiter verhandelt werden. Bis gestern hatten sich 750 000 Metallerinnen und Metaller aus rund 3200 Betrieben an Warnstreiks beteiligt.

 

14. Mai 2012 -

Die Warnstreiks gehen auch in der dritten Warnstreikwoche mit unverminderter Stärke weiter - ein eindrucksvolles Zeichen vor der nächsten Verhandlungsrunde am 15. Mai.

Heute legten im Südwesten erneut 12 000 Metallerinnen und Metaller aus 83 Betrieben die Arbeit nieder. Die größte Kundgebung fand in Bietigheim statt. Dort versammelt sich etwa 2300 Beschäftigte der Firmen Beru, Valeo Wischer, Nidec und Kienle & Spiess. Weitere Aktionen gab es unter anderem in Nürtingen, Eichstetten, Gaggenau, Karlsruhe, Grenzach-Wyhlen, Mannheim, Oberkirch, Mühlacker, Stuttgart, Untertürkheim und Rottweil.

Seit dem Ende der Friedenspflicht sind in Baden-Württemberg rund 182 000 Beschäftigte aus über 600 Betrieben dem Aufruf der IG Metall gefolgt und haben die Arbeit niedergelegt.

>>Hintergrund: IG Metall<<

2. Mai 2012

Prekäre Beschäftigung bleibt ungelöstes Problem auf dem Arbeitsmarkt

Die Zahl der niedrig entlohnten und unsicheren Arbeitsplätze nimmt weiter zu. Prekäre Beschäftigung bleibt das ungelöste Problem auf dem Arbeitsmarkt", erklärt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu den Arbeitslosenzahlen des Monat April.

"Nach den aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Erwerbstätigen, die zugleich Hartz IV beziehen, im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 1,33 Millionen gestiegen. 2,5 Millionen Beschäftigte arbeiten inzwischen neben ihrem Hauptberuf in einem Minijob, ein Plus von 75.000 oder 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert." Zimmermann weiter: "Die Bundesregierung treibt den Boom des Niedriglohnsektors voran. Denn sie weigert sich beharrlich, einen flächendeckenden, armutsfesten Mindestlohn einzuführen, Leiharbeitskräfte dem Stammpersonal eines Unternehmens gleichzustellen und Minijobs in voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen. Mit dieser schwarz-gelben Arbeitsmarktpolitik werden die Arbeitsbedingungen für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter Druck gesetzt.

Zu Recht fordert die IG Metall deshalb in der diesjährigen Tarifrunde nicht nur eine ordentliche Lohnerhöhung sondern auch bessere Regelungen für Leiharbeitskräfte und die feste Übernahme von Auszubildenden."